Auch im Schuljahr 2015/2016 nahmen unsere dritten und vierten Jahrgänge wieder am Präventionsprogramm „Mein Körper gehört mir“ der Theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück teil. Dieses Projekt ist mittlerweile fest in unserem Schulprogramm verankert und überzeugte auch in diesem Schuljahr wieder Kinder, Eltern und LehrerInnen.

Gefragt nach dem, was sie denn durch die drei Theatertermine neu dazu gelernt haben, antworteten die Kinder, dass sie nun wissen, dass sie in einer für sie unangenehmen Situation das Recht haben, NEIN zu sagen, auch dann, wenn es sich dabei um eine vertraute Person handelt. Außerdem haben sie erfahren, dass man schlechte Geheimnisse erzählen darf und diese keinesfalls für sich behalten muss – sondern, dass man sich dadurch Hilfe holen kann.

Für die Kinder besonders hilfreich waren/sind die drei Fragen, die man sich stellen soll, um sich zu schützen: 1. Habe ich (in dieser Situation, in der ich mich gerade befinde) ein JA-Gefühl oder ein NEIN-Gefühl? Weiß jemand wo ich bin? Bekomme ich Hilfe, wenn ich Hilfe brauche? à Denn sobald man auch nur auf eine dieser drei Fragen mit „nein“ antwortet, soll man diese Situation meiden!

Auf großes Interesse stieß auch das Thema „Chatten“ im Internet, da die Kinder durch das Präventionsprogramm gelernt haben, dass es sehr wichtig ist, auf bestimmte Regeln beim Chatten zu achten, um nicht belogen und ausgenutzt zu werden und man sich niemals alleine auf ein Treffen mit einer Person, die man beim Chatten kennengelernt hat, einlassen soll!

Im Schuljahr 2017/2018 wird uns die Theaterpädagogische Werkstatt wieder in der Schule besuchen.

Michaela Lemm (Lehrerin)


 

Im Schuljahr 2013/2014 konnten wir die Theaterpädagogische Werkstatt Osnabrück für ein Projekt gewinnen, welches im engen Zusammenhang mit dem Thema Sexualerziehung steht. Der Lehrplan Sachunterricht schreibt vor, dass Kinder auch über (sexuellen) Missbrauch informiert werden.

In einer Lehrerinnenkonferenz und in der Schulpflegschaft wurde dieses Projekt ausführlich vorgestellt, ausgiebig diskutiert und in einer Schulkonferenz seine Durchführung schließlich beschlossen.

Unmittelbar nach den Osterferien ging es für die dritten und vierten Schuljahre los.

Jede Klasse hatte in drei aufeinander folgenden Wochen drei Theatertermine. Es handelte sich dabei nicht um eine Theatervorstellung im herkömmlichen Sinne, sondern die beiden Theaterpädagogen spielten den Kindern einzelne Szenen vor, unterbrachen diese an geeigneten Stellen und kamen dadurch mit den Kindern in intensive Gespräche. Dadurch sollten die Kinder lernen, sich mit „guten“ und „schlechten“ Gefühlen in verschiedenen Situationen bewusst auseinander zu setzen. Sie bekamen konkrete Tipps an die Hand, die ihnen in der Zukunft helfen können, selbstbewusster aufzutreten und entsprechend zu reagieren.

Selbstverständlich blieben die Erfahrungen mit den Theaterpädagogen nicht einfach so stehen, sondern wurden von den jeweiligen Klassenlehrerinnen im Unterricht auf unterschiedliche Weise gut vorbereitet, begleitet und besprochen. Das Projekt kam bei  Kindern, Eltern und Lehrerinnen so gut an, dass wir jetzt überlegen, das Projekt in unser Schulprogramm aufzunehmen und es so auch künftigen Schülergenerationen unserer Schule zu eröffnen. Nähere Informationen zu dem Stück „Mein Körper gehört mir“ finden Sie unter der Internetadresse www.theaterpaed-werkstatt.de

Luca, Schüler der Klasse 4b, fasst seine Erfahrungen in seinem Bericht zusammen:

                  

„Mein Körper gehört mir!“

„Mein Körper gehört mir!“ hieß die Theaterpädagogische Werkstatt, die bei uns in der Schule in dem Zeitraum von 3 Wochen aufgetreten ist.

Einmal in der Woche trafen sich die dritten und vierten Klassen mit Hardy und Meike in der Aula. Die beiden kamen von der Theaterpädagogischen Werkstatt Osnabrück. Jede Woche haben die beiden uns eine von drei Strophen eines Liedes beigebracht. Hardy und Meike haben verschiedene Szenen zu verschiedenen Situationen gespielt. Außerdem haben uns die beiden erklärt, was ein Exhibitionist ist, wie sexueller Missbrauch funktioniert, und wie wir uns dagegen schützen können.

Durch die „3 Fragen“ können wir uns schützen. Die Fragen lauten: 

  1. Weiß jemand, wo ich bin?
  2. Bekomme ich Hilfe, wenn ich Hilfe brauche?
  3. Habe ich ein Ja-Gefühl oder ein Nein-Gefühl?  

Wenn man nur eine dieser Fragen mit „Nein!“ beantwortet, hat man auch das Recht „Nein!“ zu sagen. Einmal mussten wir zwei Kinder, die in so einer Lage waren (gespielt von Hardy und Meike),  beraten. Die „Nummer gegen Kummer“ ist eine gute Gelegenheit sich Hilfe zu holen, wenn niemand einem glaubt.

Zum Schluss haben wir noch die „Nummer gegen Kummer“ sowie die Internetadresse von „Mein Körper gehört mir!“ bekommen.

Sie lautet www.meinkoerpergehoertmir.de. Besonders zu empfehlen ist auch die Kinderseite!

                                                                                                                                                    Luca,4b

   
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