Ungenutzter Wohnraum für Fledermäuse

In der Gemeinschafts-Grundschule Konrad Duden am Lauerhaas warten die Kinder des dritten Schuljahres gespannt, ob die ersten Fledermäuse bald einziehen. Seit September 2012 sind insgesamt 64 Fledermausversteckhilfen an dem Außengiebel der Turnhalle aufgehängt. Noch ist niemand eingezogen. Leider. Aber Herr Schnitzler von der NABU beruhigt: „Manchmal dauert es eben ein Weilchen, bis die Tiere ihre Quartiere beziehen. Nur kann man ihnen nicht sagen, hey, da kannst du hin, da bist du sicher. Das müssen sie schon selber erkennen.“ Durch die Veränderung der Lebensräume der Fledermäuse durch die Hand der Menschen haben es die Tiere mittlerweile schwer, geeignete Unterkünfte zu finden. Sie bauen keine Nester, können keine Höhlen nagen oder ihre Quartiere selber umgestalten.

Gebaut wurden die Versteckhilfen in 2012 von Kindern der Schule, unterstützt von ihrer Lehrerin Michaela Lemm, Eltern und Großeltern. Mittlerweile können sich Menschen, die Fledermäusen Unterschlupf gewähren, für eine Zertifizierung bewerben. Gefördert wird das Projekt vom Ministerium für Klima, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes NRW.

In einer kleinen Feierstunde übergab Herr Schnitzler am Freitag, den 21.8.2015 der Lehrerin Michaela Lemm eine Urkunde und eine Plakette, die die Schule als „Fledermaus freundliches Haus“ ausweist. Die Freude bei den Kindern war groß. „Wir haben eine echte Plakette bekommen!“ hörte man mit Stolz geschwellter Brust von den Kindern der 3a, die als nächstes im Sachunterricht ebenfalls das Thema Fledermäuse behandeln werden. Sie hoffen, dass sie echten Besuch einer Zwergfledermaus bekommen und diese im Unterricht begutachten können. So war es zumindest vor drei Jahren, als ihre Schulkameraden das Thema Fledermaus behandelt haben und die Häuser selber erbaut haben. Die stellvertretende Schulleiterin Dörthe Licht fügt lachend hinzu: „Diese Plakette passt super zu uns. Wir wollen den Schulhof in Zukunft sowieso naturnah umgestalten und neben einer Kräuterspirale auch ein Insekten-Hotel bauen. Vielleicht motiviert das die Fledermäuse ja zum Einzug, schließlich haben sie dann ihr Essen direkt parat.“

 

 


Projekt Fledermaus

Am Mittwoch, 26. September 2012, wurden an dem Außengiebel der Turnhalle 64 Fledermausversteckhilfen aufgehängt.

Fledermäuse bauen keine Nester, können keine Höhlen nagen oder ihre Quartiere selber gestalten. Die Veränderung der natürlichen Lebensräume der Fledermäuse durch uns Menschen, führt dazu, dass es für diese Tiere leider immer schwieriger wird, geeignete Quartiere zu finden.

Im Rahmen des Schulunterrichts, zu dem auch der Experte Hr. Schnitzler aus der Biologischen Station in Wesel eine echte Zwergfledermaus als Anschauungsobjekt mitgebracht hat, entstand die Idee, den Fledermäusen zu helfen!

In einem gemeinsamen Projekt mit der Biologischen Station Wesel, dem RWE, dem Förderverein der Schule, helfenden Eltern und Großeltern, sowie ihren Lehrerinnen bauten die Kinder der 4. Schuljahre Kästen aus Holz. Diese wurden anschließend liebevoll farbig angemalt und so für den „Einzug" der Fledermäuse vorbereitet.

Dank der freundlichen Unterstützung des RWE, welches der Schule für zwei Tage kostenlos einen Hubsteiger samt „Fahrer" zur Verfügung stellte, konnten die Kästen von Hr. Schnitzler und einem weiteren Mitarbeiter der Biologischen Station aufgehängt werden – natürlich immer wieder aufmerksam und kritisch beobachtet von 64 stolzen Kindern, die nun ungeduldig auf den Einzug der ersten Fledermäuse warten.

 

   
© GGS Konrad Duden